Projekte

Laufende Projekte

Agency Probleme in Kreditverbriefungen

Projektträger:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Laufzeit: 2020-2023

Abstract

In diesem Projekt werden Agency-Probleme im Rahmen der Verbriefung von Krediten untersucht, insbesondere von Immobilienkrediten. Die aus derartigen Verbriefungen resultierenden Agency-Probleme haben erheblich zur Entstehung der Finanzkrise beigetragen. Seitdem haben verschiedene regulatorische Maßnahmen stattgefunden, um diesen Problemen entgegenzuwirken und das Vertrauen der Investoren wiederherzustellen, wie z. B. ein Selbstbehalt und die sogenannte STS-Regulierung („simpel, transparent, standardisiert“). Bereits bei der Einführung des Selbstbehalts war jedoch umstritten, ob ein fünfprozentiger Selbstbehalt für eine Interessenharmonisierung zwischen Investoren und Originatoren geeignet ist. In diesem Projekt soll untersucht werden, welche Agency-Probleme am Verbriefungsmarkt vorliegen und ob die ergriffenen Maßnahmen zu einer wirkungsvollen Reduktion der Agency-Probleme führen. Diese Analysen werden dadurch ermöglicht, dass mittlerweile Informationen zur Entwicklung der verbrieften Kredite auf Einzelkreditebene verfügbar sind. Zu diesem Zweck wird in diesem Projekt erstens die Auswirkung eines Selbstbehalts auf die Qualität der verbrieften Kredite zum Zeitpunkt der Verbriefung untersucht. Zweitens werden die Auswirkungen eines Selbstbehalts auf das Verhalten der Banken im Rahmen von Monitoring und Workout nach erfolgter Verbriefung analysiert. Drittens wird untersucht, ob die Komplexität von Verbriefungen, insbesondere bzgl. der Transparenz im Rahmen der Investmentprospekte, Rückschlüsse auf die Performance der Verbriefungen liefert. Viertens wird analysiert, ob die erhöhten Transparenzanforderungen der STS-Regulierung zu einer wirksamen Reduktion von Agency-Problemen führen.

Ansprechpartner: Werner Osterkamp
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Versicherung und Handel von Katastrophenrisiken: Einflussfaktoren, Preisbildung und Renditeanomalien auf dem Sekundärmarkt für Cat Bonds

Projektträger:

Laufzeit: 2020-2021

Abstract

Der (Rück-)Versicherungsmarkt hat nur eine begrenzte Kapazität zur Abdeckung von Extremereignissen. Als Alternative eignen sich Katastrophenanleihen (engl.: Catastrophe Bonds, „Cat Bonds“) zum Transfer von Katastrophenrisiken auf den Kapitalmarkt, sodass Investoren einen Großteil der finanziellen Risiken übernehmen (und hierfür Kuponzahlungen erhalten). Ein wesentliches Merkmal ist hierbei die Handelbarkeit der Risiken auf dem Sekundärmarkt. In diesem Kontext ist es überraschend, dass die Forschung bisher fast ausschließlich auf den Primärmarkt bezogen ist, wohingegen der Sekundärmarkthandel von Cat Bonds weitgehend unerforscht bleibt. So wird in der wissenschaftlichen Literatur bislang ignoriert, dass Cat Bonds einer ausgeprägten Saisonalität unterliegen, die elementar für ihre Bepreisung ist.

Basierend auf einer neuen Methodik für die Berücksichtigung von saisonalen Schwankungen von Cat Bonds können neue Erklärungs- und Prognosemodelle erstellt werden. Durch die Nutzung von Sekundärmarktdaten unter Verwendung dieser Methodik findet eine Vervielfachung der nutzbaren Daten statt. Auf dieser Basis kann zum einen eine Verifizierung und Erweiterung von Erklärungsmodellen von Cat Bond Spreads erfolgen. Zum anderen erlaubt die Analyse von Renditen auf dem Sekundärmarkt ein besseres Verständnis der Preisbildung von Cat Bonds, was Versicherungen insbesondere bei Neuemissionen unterstützt. Die Ergebnisse tragen somit insgesamt zu einem besseren Verständnis des Cat Bond Marktes und zu einer Steigerung der Markteffizienz bei.

Ansprechpartner: Markus Herrmann
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Projektträger:

MERCUR

Laufzeit: 2020-2022

Abstract

Durch das kooperative Lehrprojekt „Applied Financial Econometrics“ bieten wir in Zeiten einer hohen Nachfrage nach stark quantitativ ausgebildeten Absolventen mit fundierten Kenntnissen in der Analyse von großen Datensätzen eine arbeitsmarktgerechte und zeitgemäße Qualifikation an, die Studierende optimal auf eine akademische Laufbahn sowie außeruniversitäre Karriere vorbereitet und gleichzeitig zur Stärkung der Attraktivität des Studienraums beiträgt. Durch einen innovativen didaktischen Ansatz schlagen wir eine Brücke zwischen mehreren Studiengängen und Standorten unter Berücksichtigung aktueller Bedarfe und Entwicklungen. Konkret beabsichtigen wir durch die Entwicklung gemeinsamer Module die Stärkung der ökonometrischen Methodenkompetenz, die Anwendung finanzstatistischer Methoden in verschiedenen Programmierumgebungen, die Erlernung der wissenschaftlichen Arbeitsweise sowie die Diskussion aktueller Themen im Bereich Finance. Durch einen „modularen Aufbau“ sowohl der Methoden als auch der zu behandelnden wissenschaftlichen Publikationen erfolgt eine optimale Einpassung in die verschiedenen Studiengänge.

Ansprechpartner: Raphael Kopp
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